BIRGITTA KNAUTH SCHMUCK - GALERIE
BIRGITTA KNAUTH    SCHMUCK - GALERIE 

DUO

Oktober

 

MARIE GREWENIG - KARIN SEUFERT

KARIN SEUFERT

 

KARIN SEUFERT  1966 D

 

Karin Seufert lebt und arbeitet in Berlin. 
Für die DUO Oktober Gegenüberstellung mit @MarieGrewenig hat sie  die SUMMER-BUTTERFLYIES Tag und Nacht gefertigt.
Ihre BUTTERFLYIES scheinen auf den ersten Blick statisch zu sein, aber bei genauerer Betrachtung, sind es Körper aus winzigsten, hauchzarten, mehrlagiger Plättchen.

„Die geometrische Figur des Kreises ist die radikale Reduktion aller Schmetterlingsformen auf diesen einen Vertreter “ beschreibt Karin Seufert ihre Arbeit. „Der Kreis wird durch eine Falte entlang seines Durchmessers geteilt, aus der sich zwei flache Halbkreise in einem Winkel von etwa 140 Grad zueinander aneinander reihen. Maß-stabsähnliche Anordnungen, die aus schuppenden Punkten be-stehen, bedecken den Rücken und treffen sich in der Falte. Ver-steckt in der dreifachen Schichtung der Flügel ist eine Schicht aus weichen PVC-Punkten zusammengenäht. Vorne erinnern die feinen geometrischen Strukturen, die auf einen Farbton reduziert sind, an die schimmernden Muster auf den Flügeln der Schmetterlinge. Der schmale Grat, auf dem sich die Flügel treffen, setzt die Form in per-manente Bewegung. Die atemlose Bewegung eines aufgeregten Herzens, feine Muster auf zerbrechlichen Flügeln -  nur eine Sekunde und die Magie ist vergangen.“

 

 

 

KARIN SEUFERT 1966 Germany
 
Karin Seufert lives and works in Berlin. 
For the DUO October comparison with @MarieGrewenig she made the SUMMER-BUTTERFLIES day and night.
Her BUTTERFLIES seem static at first glance, but on closer inspection, they are bodies made of the tiniest, extremely delicate, multilayered plates.
Karin Seufert describes her work: "The geometric figure of the circle is the radical reduction of all butterfly shapes to this one/single representative. The circle is divided by a fold along its diameter from which two flat semicircles line up at an angle of approximately 140 degrees to each other.
Scale-like arrangements, made up of imbricated dots, cover its back and meet in the fold.
Concealed within the triple layering of the wings is a layer of soft PVC dots stitched together.
At the front, the fine geometric structures, reduced to one shade, are reminiscent of the shimmering patterns on the wings of butterflies.
The narrow ridge on which the wings meet sets the shape in permanent motion. The breathless movement of an excited heart, fine patterns on fragile wings - just a second and the magic has passed.”
 

MARIE GREWENIG

MARIE GREWENIG  1989 Saarbrücken, D

 

Marie Grewenig` s  Arbeit „Himmelskörper“ beinhaltet unterschiedliche Ebenen:
Einerseits die allgemeine Frage, ob alles mit allem zusammenhängt und in Beziehung steht? Denn, ist es nicht verwunderlich, dass bei einer Abformung eines Körperteils sich Formen offen legen die an Wolken oder Himmelsformen erinnern? - Ebenso geht es um die Auseinandersetzung mit unserer Vergänglichkeit und der Frage wohin wir gehen, wenn wir sterben. Der Himmel spielt in diesem Bezug immer eine große Rolle. Auch rein körperlich betrachtet, löst sich der Körper nach dem Tod Stück für  Stück  in seine Bestandteile auf und geht in den Kreislauf der Natur über. Dieses sich Stück für Stück Aufösen habe ich mir in der gestalterischen Anwendung des Zerteilens in meiner Arbeit zu Eigen gemacht. Als Ausgangspunkt forme ich exemplarisch meine Hand ab und zerteile sie danach in einzelne Scheiben. Durch diese Handlung werden Stück für Stück  die Wolken ähnlichen Formen die dem menschlichem Körper inne-wohnen heraus gearbeitet und zu tragbaren Metaphern.

 

 

 

MARIE GREWENIG  1989 Saarbrücken, Germany

 

Marie Grewenig's work "Heavenly Body" contains different levels:
On the one hand, the general question of whether everything is connected and related to everything? After all, is it not surprising that when a body part is cast, shapes are revealed that are reminiscent of clouds or heavenly shapes? - It is also about dealing with our transience and the question of where we go when we die. The sky always plays a big role in this regard. From a purely physical point of view, too, the body dissolves bit by bit into its components after death and merges into the cycle of nature. I have made this bit by bit dissolving process my own in the creative application of cutting in my work. As a starting point, I mold my hand as an example and then cut it into individual slices. Through this action, the cloud-like shapes that are inherent in the human body are worked out bit by bit and become portable metaphors.